Protest-Aktion am Mittwoch: Energiewende statt Kohleklüngel – Nein zu Datteln IV
18.05.2020

Bringt schwarz angemalte Kartons oder andere „Kohle-Brocken“ mit, tragt Masken, haltet Abstand, lasst uns gemeinsam laut sein für Kohleausstieg und Klimagerechtigkeit!

Während wir alles tun um die Coronakrise einzudämmen, macht Kohle-Konzern Uniper weiter Business as Usual: Im Sommer soll mit Datteln IV im Ruhrgebiet sogar ein zusätzliches Steinkohle-Kraftwerk ans Netz gehen!

Und die Bundesregierung? Macht gemeinsame Sache mit Kohle-Konzernen und fährt die Energiewende vor die Wand: Windkraftausbau wird ausgebremst, Solarenergie gedeckelt – damit Uniper, RWE und Co. weiter Profite machen können. Am Mittwoch feiert Uniper bei seiner Hauptversammlung das erfolgreiche Geschäftsjahr.

Die Steinkohle, die Uniper & Co. hierzulande verfeuern, wird in Ländern wie Kolumbien und Russland abgebaut. Menschen in den Abbaugebieten tragen die ökologischen und sozialen Konsequenzen dieser zerstörerischen Energiewirtschaft.

Wir protestieren dagegen:
Mittwoch, 20. Mai um 10 Uhr vor dem Bundeswirtschaftsminiterium, Invalidenstraße 48

Bringt schwarz angemalte Kartons mit: diese Kohle-Brocken legen wir Wirtschaftsminister Peter Altmaier vor die Tür und machen klar: Wir haben keinen Bock mehr auf seinen Kohleklüngel! Wir wollen kein weiteres Klimakillerkraftwerk, sondern Energiewende und Kohleausstieg jetzt!

Wichtig: Bitte schützt Euch und andere! Tragt Mund- und Nasenschutz, haltet Abstand!
Die Anmeldung ist im Prozess und es wird weitere Updates zu Status und Auflagen geben


Digitale Soli-Party: La solidaridad no conoce fronteras
10.05.2020

La solidaridad no conoce fronteras – Solidarität kennt keine Grenzen!
Soliparty am 16.05 um 20Uhr bei BigBlueButton

Hier ist der Link: https://conference.sixtopia.net/b/ong-jwz-27d

Während die Coronakrise uns den Protest gegen die Inbetriebnahme von Datteln IV erschwert, verschlimmert sich die (katastrophale) Situation der Menschen in den Steinkohle-Abbaugebieten, die unter dem Extraktivismus in Kolumbien leiden. Statt tatenlos zuzusehen, wie Grenzen ausgebaut werden, die Menschen aussperren und Kohle durchlassen, setzen wir uns mit Red de Iniciativas Comunitarias – RICO für einen schnellen, aber sozial- und umweltverträglichen #Kohleausstieg ein.

Wir starten in den Abend mit einem Input von RICO zur aktuellen Situation in Kolumbien. Was bedeutet die aktuelle Covid-19-Situation für kolumbianische Aktivisti? Wie können wir Solidaritätsbrücken aufbauen? Was macht der Verein RICO? Und wie können wir handlungsfähig und solidarisch bleiben?
Wir möchten nach dem Input gerne Fragen beantworten, diskutieren und den Abend mit einem Getränk euer Wahl ausklingen lassen. Und mit ein bisschen Glück gibt es abends noch eine musikalische Überraschung – stay tuned! Dies ist eine digitale Soli-Party, wo wir Spenden sammeln wollen für den RICO E.V. und uns zusammen austauschen wollen, beisammensein wollen und gemeinsam solidarisch.

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Mehr Info zu Kolumbien/ RICO:

Wir möchten Solidaritätsbrücken aufbauen, um gemeinsam zwischen Nord und Süd langfristige Strukturen für die #Post-#Steinkohle-#Zeit aufzubauen. Um die Einschleppung des Virus in die indigenen Gemeinschaften (z.B. durch das Minenpersonal) zu verhindern, bemüht sich die Gemeinde Provincial um die Isolierung ihres Reservats. Denn trotz jahrelanger Kohleförderung kommt von den Profiten bei den Wayúu in der Gemeinde Provincial nichts an: Es gibt weder Krankenhäuser, noch Gesundheitszentren. Zusätzlich sind viele Menschen durch die Folgen des jahrelangen Bergbaus gesundheitlich vorbelastet und aus diesem Grund besonders gefährdet durch das Virus.
Um diese Isolierung und die staatlich angeordneten Quarantänemaßnahmen umsetzen zu können, hat das Verteidigungskomitee der Wayúu um Unterstützung gebeten. Es werden regional produzierte Nahrungmittel für die Ernährung von 50 Familien sowie Produktionsmittel für die Herstellung von Desinfektionsgel, welches zu Solidaritätspreisen in der Gemeinde und den umliegenden Gebieten verteilt werden soll, benötigt. Diese ersten Maßnahmen dienen auch dem Aufbau von langfristigen Solidaritätsstrukturen und unabhängiger Beschaffung von Ressourcen, die im Angesicht der Wirtschaftskrise überlebenswichtig werden. Wegen Covid-19 brauch es nun internationale Solidarität!
>> RICO E.V.


Bechern statt Baggern online – Psychologie der Klimakrise
09.04.2020

Unser Soli Kneipenabend Bechern statt Baggern findet sonst immer im Café Cralle statt. Da wir es physisch gerade nicht umsetzen können, verlegen wir es ins Internet! Zuerst gibts einen Workshop und wer danach noch gerne für ein Bier oder einen Gin Tonic bleiben möchte kann auch das gerne tun!

Worum gehts diesmal?
Psychologie der Klimagerechtigkeitsbewegung
Was bewegt uns dazu, Protesten beizutreten und unsere Stimme laut werden zu lassen? In diesem Workshop lernen wir Motive kollektiven Handelns kennen, und diskutieren, wie wir damit die Mobilisierung für und Ausgestaltung von Aktionen im Rahmen von Klimagerechtigkeit wirksamer gestalten können. Dabei wollen wir insbesondere Bezug nehmen auf zukünftige Aktionen.

Am 15.4. ab 20 Uhr


Workshop: 100% Erneuerbare Energien – geht das wirklich?
11.03.2020

Leider müssen wir den Wokrshop kurzfristig für den 06.04 absagen. Stattdessen wird er am 20.04 ebenfalls um 19:30 stattfinden.

Unser Kampf für den sofortigen Kohleausstieg und für Klimagerechtigkeit wird derzeit überall auf der Welt von vielen Millionen Menschen geführt. Die Klimakrise ist längst Realität und viele Menschen weltweit leiden darunter, werden vertrieben oder müssen mit Wetterextremen leben.

Eine wirksame Sofortmaßnahme wäre der konsequente Ausstieg aus allen fossilen Energieträgern und die Transformation zu einem 100% regenerativen und erneuerbaren Energiesystem. Doch ist das überhaupt möglich? Derzeit sieht es eher nach dem Gegenteil aus!

Die Energiewende ist ins Stocken geraten. Tausende Jobs in der Solar- und Windbranche sind in den letzten Jahren gestrichen worden. 2021 könnten erstmals mehr Windräder abgebaut als neugebaut werden. Gibt es bald eine Energiewende rückwärts?!

An diesem Abend möchten wir uns, anders als sonst so oft, mit den technischen Aspekten der Transformation des Energiesystems beschäftigen und uns gemeinsam Lösungen annähern sowie auch technische Details diskutieren.

Wo: wird noch bekanntgegeben
Wann: 20.04.20, 19:30Uhr


Klimakiller Energiecharta: Wie ein Vertrag Datteln IV retten und den Kohleausstieg bedrohen könnte
11.03.2020

Aufgrund der Aktuellen Situation findet der Workshop als Webinar statt.

Um ambitionierte und gerechte Klimapolitik zu verhindern steht Energiekonzernen ein wenig bekanntes Mittel zur Verfügung: Der Energiecharta-Vertrag. Er gibt großen Unternehmen die Möglichkeit vor privaten Schiedsgerichten hohe Schadensersatzforderung für Klimamaßnahmen zu verlangen und sich so ihre fossilen Fehlinvestitionen versilbern zu lassen.

Was das Ganze mit dem Kohlekraftwerk Datteln IV zu tun hat und was unternommen werden kann, wollen wir nach einem Einführungsvortrag gemeinsam mit einem Experten von Power Shift diskutieren. Außerdem stellen wir vor, was Ende Gelände rund um Datteln IV plant und wie ihr euch beteiligen könnt.

23. März 19 Uhr


Workshop: Kleingruppen-Aktionen
05.03.2020

Was: Workshop zu Kleingruppen
Wer: Alle die auch zukünftig ungehorsam seinen wollen
Wo: Blauer Salon, 2. Hinterhof Mehringhof, 3. Stock, Gneisenaustraße 2a, Berlin
Wie: Mail an rotebeete@systemli.org , Mit der U-Bahn bis Mehringdamm, der Bahnhof und das Gebäude haben einen Fahrstuhl, die Veranstaltung ist barrierearm (meldet euch doch aber am besten noch mal bei uns)
Wann: Freitag 6.3. Uhrzeit 13-20 und Samstag 7.3. Uhrzeit 10-18

Hallo Aktivistis,

auch in diesem Jahr wird der Widerstand gegen die Ungerechtigkeiten dieser Welt nicht kleiner werden. Im Gegenteil, wir machen weiter.
Am Freitag und Samstag haben wir zusammen mit Menschen von Zucker im Tank einen Workshop vorbereitet, um zu lernen wie wir sicher in Kleingruppen agieren können. Hier lernt ihr, wie ihr mit Lock-Ons umgeht, Pressearbeit macht und sorgsam mit euren Handys kommuniziert.

Der Workshop wird am 6. und 7. März im Blauen Salon des Mehringhofs stattfinden und wir würden uns sehr freuen, wenn ihr per Mail bescheid sagen könntet, ob ihr Interesse habt, damit wir wissen mit was für einer Gruppe wir rechnen können.

Auch wenn der Fokus des Workshops auf Klimaaktionen liegt, können Lock-Ons natürlich auch von Aktivistis in anderen Kontexten genutzt werden, deshalb gebt eurer Bezugsgruppe bescheid und teilt die Infos in euren Mailverteilern, Signalgruppen und sonst wo.

Bei weiteren fragen: rotebeete@systemli.org


Bechern statt Baggern am 18. März
02.03.2020

Besetzung Dannenröder Wald

Die Autobahn A49 bedroht den Dannenröder Wald und zwei weitere Wälder in einem Natur- und Grundwasserschutzgebiet. Seit Oktober 2019 ist der Wald deshalb von Aktivisti besetzt. Die Rodung der Wälder wurde zunächst auf den Herbst 2020 verschoben. Um die Verkehrswende voranzubringen und um die Wälder zu retten, ist jetzt eure Unterstützung gefragt. Die PAO (Pankows Aktivistische Organisation) erläutert, wie wir aktiv werden können.

Gemeinsam lernen wir uns bei Soli-Drinks im Café Cralle kennen, bekommen einen Einblick in das Thema und können die ganze Nacht debattieren. Bechern statt Baggern findet immer am 3. Mittwoch im Monat statt mit spannenden Themen und Soli-Drinks.

Our monthly bar meet up at wonderful Cafe Cralle. You will learn about the occupation of the Dannenröder forest.


Statement: Keine Zusammenarbeit mit rechten Umweltschützer*innen
25.02.2020

Seit kurzem arbeitet eine Kleingruppe von Ende Gelände Berlin zu der geplanten Tesla-Gigafactory in Grünheide bei Berlin. Als Teil der Bewegung für Klimagerechtigkeit fordern wir einen grundlegenden Systemwandel. Wir hinterfragen einen grün angestrichenen Kapitalismus und kritisieren Scheinlösungen. Wir sind sehr skeptisch, dass Teslas Elektromobilität mit einer gerechten Verkehrswende von unten vereinbar ist. Zusätzlich befürchten wir direkte ökologische Schäden, etwa durch eine massive Wasserentnahme durch die Fabrik. Aus dieser Motivation heraus haben wir uns sowohl mit den Baumbesetzungen der Baumpirat_innen öffentlich solidarisiert, als auch mit der lokalen Bürger*innen-Initiative zusammengearbeitet.

Nach einer Anti-Tesla Demo am Samstag haben wir auf Facebook einen Hinweis bekommen, dass Nicole Z., die Rednerin der Demo der AfD nahesteht und weitere rechte Personen auf der Demo anwesend waren. Wir haben daraufhin zwei Facebook-Profile von Nicole Z. identifiziert, weitere Recherche betrieben und haben nachweisen können, dass sie dort rechte Verschwörungstheorien und AfD-Inhalte geteilt hat. Wir haben anschließend die „Bürger-Initiative gegen Gigafactory Grünheide“ informiert. Diese hat angegeben, dass die Informationen neu für sie waren und uns versprochen, sich öffentlich gegen die AfD zu positionieren. Des Weiteren wollen sie AfD-Mitglieder und Sympathisant*innen von Protesten ausladen und über einen Ausschluss von Nicole Z. abstimmen. Wir sagen deutlich, dass für uns nur dann eine weitere Zusammenarbeit denkbar wäre. Wir wollen gemeinsam dafür kämpfen, dass Rechte in der Umweltbewegung keinen Platz finden. Nicht nur, weil die AfD regelmäßig Hetze bis hin zu Gewaltaufrufen gegen Klimaaktivist*innen verbreitet (auch gegen Ende Gelände). Ein gesellschaftlicher Rechtsruck, rassistische Gewalttaten und Morde erfordern unsere Solidarität mit den Betroffenen. Wir sind uns bewusst, dass wir uns offensiv gegen menschenverachtende Positionen zur Wehr setzen müssen und werden das auch weiterhin tun.


Küfa statt Kohle
15.02.2020

Küfa statt Kohle!
Wütend und ungehorsam – Klimagerechtigkeit selber machen – Wir der Systemwandel!

25.02.2020, 19:30 Uhr
B-Lage Neukölln

Der Kohleausstieg ist die schnellste Sofortmaßnahme für den Klimaschutz. Doch die Politik versagt erneut und deshalb handeln wir! Wir sind Ende Gelände Berlin und machen uns „fit for the pit“ – also für Aktionen gegen Klimawandel, Kohle und Kapitalismus, in Kleingruppen oder bei Massenaktionen zivilen Ungehorsams. Wir bilden Teil des bundesweiten Bündnisses und sind auch lokal, also in Berlin, aktiv!

Sprecht uns gerne an für weitere Infos zur Ortsgruppe bei einem leckeren veganen Essen.
Der Soli-Erlös geht an Ende Gelände Berlin.