Digitale Soli-Party: La solidaridad no conoce fronteras
Veröffentlicht am: 10.05.2020 - 13:27

La solidaridad no conoce fronteras – Solidarität kennt keine Grenzen!
Soliparty am 16.05 um 20Uhr bei BigBlueButton

Hier ist der Link: https://conference.sixtopia.net/b/ong-jwz-27d

Während die Coronakrise uns den Protest gegen die Inbetriebnahme von Datteln IV erschwert, verschlimmert sich die (katastrophale) Situation der Menschen in den Steinkohle-Abbaugebieten, die unter dem Extraktivismus in Kolumbien leiden. Statt tatenlos zuzusehen, wie Grenzen ausgebaut werden, die Menschen aussperren und Kohle durchlassen, setzen wir uns mit Red de Iniciativas Comunitarias – RICO für einen schnellen, aber sozial- und umweltverträglichen #Kohleausstieg ein.

Wir starten in den Abend mit einem Input von RICO zur aktuellen Situation in Kolumbien. Was bedeutet die aktuelle Covid-19-Situation für kolumbianische Aktivisti? Wie können wir Solidaritätsbrücken aufbauen? Was macht der Verein RICO? Und wie können wir handlungsfähig und solidarisch bleiben?
Wir möchten nach dem Input gerne Fragen beantworten, diskutieren und den Abend mit einem Getränk euer Wahl ausklingen lassen. Und mit ein bisschen Glück gibt es abends noch eine musikalische Überraschung – stay tuned! Dies ist eine digitale Soli-Party, wo wir Spenden sammeln wollen für den RICO E.V. und uns zusammen austauschen wollen, beisammensein wollen und gemeinsam solidarisch.

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Mehr Info zu Kolumbien/ RICO:

Wir möchten Solidaritätsbrücken aufbauen, um gemeinsam zwischen Nord und Süd langfristige Strukturen für die #Post-#Steinkohle-#Zeit aufzubauen. Um die Einschleppung des Virus in die indigenen Gemeinschaften (z.B. durch das Minenpersonal) zu verhindern, bemüht sich die Gemeinde Provincial um die Isolierung ihres Reservats. Denn trotz jahrelanger Kohleförderung kommt von den Profiten bei den Wayúu in der Gemeinde Provincial nichts an: Es gibt weder Krankenhäuser, noch Gesundheitszentren. Zusätzlich sind viele Menschen durch die Folgen des jahrelangen Bergbaus gesundheitlich vorbelastet und aus diesem Grund besonders gefährdet durch das Virus.
Um diese Isolierung und die staatlich angeordneten Quarantänemaßnahmen umsetzen zu können, hat das Verteidigungskomitee der Wayúu um Unterstützung gebeten. Es werden regional produzierte Nahrungmittel für die Ernährung von 50 Familien sowie Produktionsmittel für die Herstellung von Desinfektionsgel, welches zu Solidaritätspreisen in der Gemeinde und den umliegenden Gebieten verteilt werden soll, benötigt. Diese ersten Maßnahmen dienen auch dem Aufbau von langfristigen Solidaritätsstrukturen und unabhängiger Beschaffung von Ressourcen, die im Angesicht der Wirtschaftskrise überlebenswichtig werden. Wegen Covid-19 brauch es nun internationale Solidarität!
>> RICO E.V.