Info zu Awareness beim Roten Finger
16.09.2020

Infos des roten Fingers zum Awarenesskonzept für die Rheinland Aktion.

Hallo,

wir sind das Awareness Team des roten Fingers.

Awareness ist für uns ein Versuch, sexistische, rassistische, klassistische, homophobe sowie andere Formen von Diskriminierung und Gewalt abzubauen und dem ein solidarisches Miteinander entgegenzusetzen. Gewalt liegt unserem Verständnis nach dann vor, wenn über Handlungen, Sprache oder Strukturen machtvoll Einfluss auf andere ausgeübt wird und dies zu Schädigungen und/oder Benachteiligungen führt. Gewalt kann also von konkreten Personen ausgehen (individuelle Gewalt); Gewalt besteht aber auch ganz ohne, dass sie von konkreten Menschen ausgeübt wird, z.B. dann, wenn Räume oder Strukturen so aussehen, dass sie manchen Menschen die Teilnahme oder den Zugang zu Ressourcen verwehren bzw. schwerer machen als anderen (strukturelle Gewalt). Deshalb ist es uns ein besonders wichtiges Anliegen diese Ausschlüsse abzubauen und möglichst vielen Menschen mit den unterschiedlichsten Bedürfnissen, die Teilnahme an der Ende Gelände Aktion zu ermöglichen.


Veranstaltungen zur Massenaktion 2020
31.08.2020

Vom 23. bis 28. September findet in diesem Jahr die Ende Gelände Massenaktion im Rheinland statt.
Wir wollen uns in Berlin vorbereiten und gemeinsam Anreisen. Wenn ihr euch noch nicht sicher seit, ob die Ende Gelände Aktionen das richtige für euch sind kommt zu einer unserer Infoveranstaltungen. Wenn ihr dann wisst, dass ihr auf jeden Fall zur Aktion ins Rheinland wollt Besucht ein Aktionstraining. Es werden aber auch immer Leute gebraucht, die die Infrastruktur hinter den Kulissen am Laufen halten, dann braucht ihr kein Aktionstraining.


Bechern statt Baggern online – #leavenoonebehind
13.05.2020

20. Mai ab 20 Uhr
Wir treffen uns online via BigBlueButton. Hier findet ihr den Link:
conference.sixtopia.net/b/ong-e4w-9pe
Während es uns in Deutschland gelingt, soziale Kontakte zu minimieren und Hygienevorschriften einzuhalten, haben Menschen in Transit weder in den Camps noch auf den Fluchtwegen keinen vollständigen Zugang zu fließend Wasser, noch die Möglichkeit sich vor einer Infektion zu schützen.
Wir hören von einer Person, die mit der Balkanbrücke gemeinsam den aktuellen Borderviolence-Report verfasst haben und sich hier auch damit auseinandersetzen, was Covid-19 mit Fluchtwegen macht und wie die Menschen in Transit nach wie vor illegal an den Grenzen zurück „gepusht“ werden.
Hier der Link: borderviolence.eu/wp-content/uploads/COVID-19-report.pdf
Dieser Teil wird englisch-sprachig stattfinden, es gibt aber die Möglichkeit im Chat zu übersetzen.
Unter #leavenononebehind setzen sich Menschen dafür ein, dass die Lager evakuiiert werden! So auch die Seebrücke, die uns als zweiten Input mehr über die Situation in Politik, auf der See und aus den Lagern erzählen wird. Wir bekommen einen Einblick in das Thema und können gemeinsam diskutieren, planen und reden.

Bechern statt Baggern findet immer am 3. Mittwoch im Monat statt.


Ende Geländer Berlin und Corona: Kein offenes Plenum am 25. März
18.03.2020

Aufgrund der aktuellen Situation um die COVID-19 Pandemie sind auch wir uns unserer Verantwortung bewusst.
Daher wird das offene Plenum am 25.3. leider ausfallen.
Ob die folgenden Plenen stattfinden werden und inwieweit wir offene digitale Plattformen zum Austausch nutzen werden Teilen wir, sobald die Entscheidungen dafür feststehen, über alle Kanäle.

Auch wenn gerade eine andere Krise im Mittelpunkt steht, dürfen wir nicht aufhören den Kampf gegen die Klimakrise und das schon vorher kranke kapitalistische Wirtschaftssystem zu führen. Wir werden weiterhin aktiv sein, wenn auch auf anderen Wegen.
Haltet physischen Abstand aber Vernetzt euch, sucht nach Alternativen euch einzubringen. Der Klimawandel wartet nicht!

Unsere Solidarität gilt insbesondere auch allen Menschen, die im Gesundheitsbereich dafür arbeiten, dass es allen Erkrankten möglichst bald wieder besser geht. Unser Dank gilt denen, die Bekannten, Unbekannten und besonders gefährdeten Menschen helfen.


GRENZEN AUF! – LEBEN RETTEN! – FASCHISMUS BEKÄMPFEN!
02.03.2020

Demonstration Heute (3. März 2020) 18:00 Uhr vor dem Kanzler*innenamt mit anschließendem Protestmarsch.

Wir schauen nicht zu, wenn Menschen zu Opfern von Tränengas, Schlagstöcken und Schüssen der Friedensnobelpreisträgerin EU werden! Wir sind gegen eine europäische Abschottung und fordern die Einhaltung der Menschenrechte!
Seit der einseitigen Grenzöffnung durch die Türkei sitzen tausende Menschen in einem rechtslosen Niemandsland zwischen der griechischen und türkischen Grenze fest. Boote mit flüchteten Menschen werden in Griechenland von Rechtsradikalen am Anlegen gehindert. Geflüchtete, Helfer*innen, Politiker*innen und Journalist*innen werden auf griechischen Inseln von Rechtsradikalen attackiert. Zudem hat Griechenland das Asylrecht ausgesetzt.

Wir treffen uns heute Abend, um zu zeigen, dass wir nicht bereit sind das zu akzeptieren! Wir lassen nicht zu, dass Menschen an der Festung Europa sterben.

Wir fordern, dass die EU endlich Verantwortung übernimmt und flüchtende Menschen aufnimmt!
Wir fordern, dass die 138 sicheren Häfen in Deutschland gehört werden!
Wir fordern Horst Seehofer, das Innenministerium, Angela Merkel, die Bundesregierung und die EU auf: schützt Menschen statt Grenzen!
Gemeinsam gegen den Faschismus!


Klimagerechtigkeit ist feministisch!
02.03.2020


Die Klimakrise verschärft bestehende Ungerechtigkeiten – auch zwischen den Geschlechtern. Die ungleiche Verteilung von Reichtum und Besitz sorgt dafür, dass Männer im globalen Norden im Schnitt den größten CO2-Fußabdruck haben. Anders herum machen Naturkatastrophen und knapper werdende Ressourcen denen am meisten zu schaffen, die eh schon unter patriarchalen Unterdrückungsstrukturen leiden: von Armut betroffene Menschen, allen voran Frauen* und Kinder. Wenn es aber darum geht, mit welchen Maßnahmen wir die Klimakrise stoppen können, fehlen die Stimmen von den am stärksten Betroffenen sowie von denjenigen, die jetzt schon an vorderster Front gegen die Klimakrise kämpfen.

Für uns ist deshalb klar: Klimagerechtigkeit und Feminismus gehören zusammen!

Ende Gelände stellt sich mit emanzipatorischem zivilen Ungehorsam gegen das rassistische und sexistische fossile Wirtschaftssystem und solidarisiert sich mit feministischen Kämpfen von Chile bis Rojava. Am 8. März gehen wir gemeinsam mit Feminist*innen weltweit auf die Straße und fordern: Feminism for Future!

Treffpunkt: 14 Uhr Leopoldplatz, Wedding
Abschlusskundgebung am Alexanderplatz


In der Höhle des Löwen!? Klimabewegung in Polen
03.02.2020

Polen ist nach Deutschland das zweitgrößte Förderland von Kohle in der EU; das hat viele negative Folgen, sowohl lokal als auch global. Die rechtspopulistische polnische Regierung lehnt erneuerbare Energien ab und betrachtet Kohle trotz der verheerenden Folgen für Menschen und Umwelt als wichtige Ressource. Sie plant die Eröffnung neuer Tagebaue und Bergwerke sowie den Bau eines Atomkraftwerks. Schon leise Kritik an der Umwelt- und Klimapolitik wird als staatsgefährdend empfunden, der Widerstand kriminalisiert. Doch auch in Polen hat sich neben den offiziellen NGOs eine linke Klimabewegung etabliert, die wie beim polnischen Klimacamp letzten Sommer versucht, mit Aktionen des Zivilen Ungehorsams gegen die schädliche Politik der Regierung zu kämpfen. In der Veranstaltung geben Aktivist*innen aus Polen einen Überblick über die Klimabewegung in Polen; Möglichkeiten der Zusammenarbeit zwischen deutschen und polnischen Aktivist*innen können diskutiert werden.


Kundgebung zum Kohledeal
25.01.2020

Kundgebung am Mittwoch, 29.01.
Treffpunkt für Ende Gelände: 8 Uhr, Washingtonplatz vor dem Hauptbahnhof

Liebe Klimagerechtigkeitsbewegte,

am kommenden Mittwoch will die GroKo ihren Kohledeal in den Bundestag einbringen. Ihr habt sicher mitbekommen, was das bedeutet: Kohleverstromung bis 2038, aber mit noch späteren Kraftwerksabschaltungen in der Zwischenzeit als zuvor angekündigt, die Inbetriebnahme eines neuen Kraftwerks (Datteln IV), Milliarden für die Kohlekonzerne, weitere Subventionen für energieintensive Industrien, der Hambi als Mehr-oder-weniger-Halbinsel und die sinnlose Zerstörung zahlreicher Dörfer an mehreren Tagebauen.

Es ist Zeit, deutlich zu machen, dass dieser miserable Deal den Kohlekonflikt nicht beendet, sondern erst richtig anheizt. Dieses Jahr wird es noch größere und breitere direkte Aktionen gegen den fossilen Kapitalismus geben. Fridays for Future bereitet sich gerade voller Wut und Tatendrang darauf vor, Datteln IV zu verhindern. Als Ende Gelände werden wir am Mittwoch auf die Kohleminderungs-Farce reagieren und unsere Pläne für 2020 präsentieren.

Am Mittwochmorgen organisiert Campact mit Fridays for Future und anderen eine Kundgebung vor dem Kanzler*innenamt. Wir treffen uns als Ende Gelände & friends um 8 Uhr auf dem Washingtonplatz vorm Hauptbahnhof und gehen dann gemeinsam zur Kundgebung, auf der auch ein EG-Redebeitrag geplant ist. Die Kundgebung wird voraussichtlich bis ca. 9 Uhr dauern.

Für den sofortigen Kohleausstieg & Klimagerechtigkeit global!

Solidarische Grüße,
Aktive von Ende Gelände Berlin

P.S.: Weiße Anzüge wird es vor Ort geben – wenn ihr noch welche im Schrank habt, nehmt sie bitte auch mit!


Bechern statt Baggern am 19. Februar
22.01.2020

Das Patriarchat ist schädlich für unser Klima!

Männer-Klima: Das kapitalistische System befeuert den Klimawandel und Ungerechtigkeit wächst unaufhörlich. Patriarchale Strukturen und beherrschende Normen von Männlichkeit sind zentrale Säulen dieser Wirtschaftsordnung. Wir stellen uns die Frage, wie das mit dem Klima zusammenhängt und diskutieren kritisch über Machtstrukturen, die sich stetig reproduzieren.

Gemeinsam lernen wir uns bei Soli-Drinks im Café Cralle kennen, bekommen einen Einblick in das Thema und können die ganze Nacht debattieren. Bechern statt Baggern findet immer am 3. Mittwoch im Monat statt mit spannenden Themen und Soli-Drinks.