Workshop: Kleingruppen-Aktionen
05.03.2020

Was: Workshop zu Kleingruppen
Wer: Alle die auch zukünftig ungehorsam seinen wollen
Wo: Blauer Salon, 2. Hinterhof Mehringhof, 3. Stock, Gneisenaustraße 2a, Berlin
Wie: Mail an rotebeete@systemli.org , Mit der U-Bahn bis Mehringdamm, der Bahnhof und das Gebäude haben einen Fahrstuhl, die Veranstaltung ist barrierearm (meldet euch doch aber am besten noch mal bei uns)
Wann: Freitag 6.3. Uhrzeit 13-20 und Samstag 7.3. Uhrzeit 10-18

Hallo Aktivistis,

auch in diesem Jahr wird der Widerstand gegen die Ungerechtigkeiten dieser Welt nicht kleiner werden. Im Gegenteil, wir machen weiter.
Am Freitag und Samstag haben wir zusammen mit Menschen von Zucker im Tank einen Workshop vorbereitet, um zu lernen wie wir sicher in Kleingruppen agieren können. Hier lernt ihr, wie ihr mit Lock-Ons umgeht, Pressearbeit macht und sorgsam mit euren Handys kommuniziert.

Der Workshop wird am 6. und 7. März im Blauen Salon des Mehringhofs stattfinden und wir würden uns sehr freuen, wenn ihr per Mail bescheid sagen könntet, ob ihr Interesse habt, damit wir wissen mit was für einer Gruppe wir rechnen können.

Auch wenn der Fokus des Workshops auf Klimaaktionen liegt, können Lock-Ons natürlich auch von Aktivistis in anderen Kontexten genutzt werden, deshalb gebt eurer Bezugsgruppe bescheid und teilt die Infos in euren Mailverteilern, Signalgruppen und sonst wo.

Bei weiteren fragen: rotebeete@systemli.org


GRENZEN AUF! – LEBEN RETTEN! – FASCHISMUS BEKÄMPFEN!
02.03.2020

Demonstration Heute (3. März 2020) 18:00 Uhr vor dem Kanzler*innenamt mit anschließendem Protestmarsch.

Wir schauen nicht zu, wenn Menschen zu Opfern von Tränengas, Schlagstöcken und Schüssen der Friedensnobelpreisträgerin EU werden! Wir sind gegen eine europäische Abschottung und fordern die Einhaltung der Menschenrechte!
Seit der einseitigen Grenzöffnung durch die Türkei sitzen tausende Menschen in einem rechtslosen Niemandsland zwischen der griechischen und türkischen Grenze fest. Boote mit flüchteten Menschen werden in Griechenland von Rechtsradikalen am Anlegen gehindert. Geflüchtete, Helfer*innen, Politiker*innen und Journalist*innen werden auf griechischen Inseln von Rechtsradikalen attackiert. Zudem hat Griechenland das Asylrecht ausgesetzt.

Wir treffen uns heute Abend, um zu zeigen, dass wir nicht bereit sind das zu akzeptieren! Wir lassen nicht zu, dass Menschen an der Festung Europa sterben.

Wir fordern, dass die EU endlich Verantwortung übernimmt und flüchtende Menschen aufnimmt!
Wir fordern, dass die 138 sicheren Häfen in Deutschland gehört werden!
Wir fordern Horst Seehofer, das Innenministerium, Angela Merkel, die Bundesregierung und die EU auf: schützt Menschen statt Grenzen!
Gemeinsam gegen den Faschismus!


Klimagerechtigkeit ist feministisch!
02.03.2020


Die Klimakrise verschärft bestehende Ungerechtigkeiten – auch zwischen den Geschlechtern. Die ungleiche Verteilung von Reichtum und Besitz sorgt dafür, dass Männer im globalen Norden im Schnitt den größten CO2-Fußabdruck haben. Anders herum machen Naturkatastrophen und knapper werdende Ressourcen denen am meisten zu schaffen, die eh schon unter patriarchalen Unterdrückungsstrukturen leiden: von Armut betroffene Menschen, allen voran Frauen* und Kinder. Wenn es aber darum geht, mit welchen Maßnahmen wir die Klimakrise stoppen können, fehlen die Stimmen von den am stärksten Betroffenen sowie von denjenigen, die jetzt schon an vorderster Front gegen die Klimakrise kämpfen.

Für uns ist deshalb klar: Klimagerechtigkeit und Feminismus gehören zusammen!

Ende Gelände stellt sich mit emanzipatorischem zivilen Ungehorsam gegen das rassistische und sexistische fossile Wirtschaftssystem und solidarisiert sich mit feministischen Kämpfen von Chile bis Rojava. Am 8. März gehen wir gemeinsam mit Feminist*innen weltweit auf die Straße und fordern: Feminism for Future!

Treffpunkt: 14 Uhr Leopoldplatz, Wedding
Abschlusskundgebung am Alexanderplatz


Bechern statt Baggern am 18. März
02.03.2020

Besetzung Dannenröder Wald

Die Autobahn A49 bedroht den Dannenröder Wald und zwei weitere Wälder in einem Natur- und Grundwasserschutzgebiet. Seit Oktober 2019 ist der Wald deshalb von Aktivisti besetzt. Die Rodung der Wälder wurde zunächst auf den Herbst 2020 verschoben. Um die Verkehrswende voranzubringen und um die Wälder zu retten, ist jetzt eure Unterstützung gefragt. Die PAO (Pankows Aktivistische Organisation) erläutert, wie wir aktiv werden können.

Gemeinsam lernen wir uns bei Soli-Drinks im Café Cralle kennen, bekommen einen Einblick in das Thema und können die ganze Nacht debattieren. Bechern statt Baggern findet immer am 3. Mittwoch im Monat statt mit spannenden Themen und Soli-Drinks.

Our monthly bar meet up at wonderful Cafe Cralle. You will learn about the occupation of the Dannenröder forest.


Statement: Keine Zusammenarbeit mit rechten Umweltschützer*innen
25.02.2020

Seit kurzem arbeitet eine Kleingruppe von Ende Gelände Berlin zu der geplanten Tesla-Gigafactory in Grünheide bei Berlin. Als Teil der Bewegung für Klimagerechtigkeit fordern wir einen grundlegenden Systemwandel. Wir hinterfragen einen grün angestrichenen Kapitalismus und kritisieren Scheinlösungen. Wir sind sehr skeptisch, dass Teslas Elektromobilität mit einer gerechten Verkehrswende von unten vereinbar ist. Zusätzlich befürchten wir direkte ökologische Schäden, etwa durch eine massive Wasserentnahme durch die Fabrik. Aus dieser Motivation heraus haben wir uns sowohl mit den Baumbesetzungen der Baumpirat_innen öffentlich solidarisiert, als auch mit der lokalen Bürger*innen-Initiative zusammengearbeitet.

Nach einer Anti-Tesla Demo am Samstag haben wir auf Facebook einen Hinweis bekommen, dass Nicole Z., die Rednerin der Demo der AfD nahesteht und weitere rechte Personen auf der Demo anwesend waren. Wir haben daraufhin zwei Facebook-Profile von Nicole Zöllner identifiziert, weitere Recherche betrieben und haben nachweisen können, dass sie dort rechte Verschwörungstheorien und AfD-Inhalte geteilt hat. Wir haben anschließend die „Bürger-Initiative gegen Gigafactory Grünheide“ informiert. Diese hat angegeben, dass die Informationen neu für sie waren und uns versprochen, sich öffentlich gegen die AfD zu positionieren. Des Weiteren wollen sie AfD-Mitglieder und Sympathisant*innen von Protesten ausladen und über einen Ausschluss von Nicole Z. abstimmen. Wir sagen deutlich, dass für uns nur dann eine weitere Zusammenarbeit denkbar wäre. Wir wollen gemeinsam dafür kämpfen, dass Rechte in der Umweltbewegung keinen Platz finden. Nicht nur, weil die AfD regelmäßig Hetze bis hin zu Gewaltaufrufen gegen Klimaaktivist*innen verbreitet (auch gegen Ende Gelände). Ein gesellschaftlicher Rechtsruck, rassistische Gewalttaten und Morde erfordern unsere Solidarität mit den Betroffenen. Wir sind uns bewusst, dass wir uns offensiv gegen menschenverachtende Positionen zur Wehr setzen müssen und werden das auch weiterhin tun.


Küfa statt Kohle
15.02.2020

Küfa statt Kohle!
Wütend und ungehorsam – Klimagerechtigkeit selber machen – Wir der Systemwandel!

25.02.2020, 19:30 Uhr
B-Lage Neukölln

Der Kohleausstieg ist die schnellste Sofortmaßnahme für den Klimaschutz. Doch die Politik versagt erneut und deshalb handeln wir! Wir sind Ende Gelände Berlin und machen uns „fit for the pit“ – also für Aktionen gegen Klimawandel, Kohle und Kapitalismus, in Kleingruppen oder bei Massenaktionen zivilen Ungehorsams. Wir bilden Teil des bundesweiten Bündnisses und sind auch lokal, also in Berlin, aktiv!

Sprecht uns gerne an für weitere Infos zur Ortsgruppe bei einem leckeren veganen Essen.
Der Soli-Erlös geht an Ende Gelände Berlin.


In der Höhle des Löwen!? Klimabewegung in Polen
03.02.2020

Polen ist nach Deutschland das zweitgrößte Förderland von Kohle in der EU; das hat viele negative Folgen, sowohl lokal als auch global. Die rechtspopulistische polnische Regierung lehnt erneuerbare Energien ab und betrachtet Kohle trotz der verheerenden Folgen für Menschen und Umwelt als wichtige Ressource. Sie plant die Eröffnung neuer Tagebaue und Bergwerke sowie den Bau eines Atomkraftwerks. Schon leise Kritik an der Umwelt- und Klimapolitik wird als staatsgefährdend empfunden, der Widerstand kriminalisiert. Doch auch in Polen hat sich neben den offiziellen NGOs eine linke Klimabewegung etabliert, die wie beim polnischen Klimacamp letzten Sommer versucht, mit Aktionen des Zivilen Ungehorsams gegen die schädliche Politik der Regierung zu kämpfen. In der Veranstaltung geben Aktivist*innen aus Polen einen Überblick über die Klimabewegung in Polen; Möglichkeiten der Zusammenarbeit zwischen deutschen und polnischen Aktivist*innen können diskutiert werden.


Kundgebung zum Kohledeal
25.01.2020

Kundgebung am Mittwoch, 29.01.
Treffpunkt für Ende Gelände: 8 Uhr, Washingtonplatz vor dem Hauptbahnhof

Liebe Klimagerechtigkeitsbewegte,

am kommenden Mittwoch will die GroKo ihren Kohledeal in den Bundestag einbringen. Ihr habt sicher mitbekommen, was das bedeutet: Kohleverstromung bis 2038, aber mit noch späteren Kraftwerksabschaltungen in der Zwischenzeit als zuvor angekündigt, die Inbetriebnahme eines neuen Kraftwerks (Datteln IV), Milliarden für die Kohlekonzerne, weitere Subventionen für energieintensive Industrien, der Hambi als Mehr-oder-weniger-Halbinsel und die sinnlose Zerstörung zahlreicher Dörfer an mehreren Tagebauen.

Es ist Zeit, deutlich zu machen, dass dieser miserable Deal den Kohlekonflikt nicht beendet, sondern erst richtig anheizt. Dieses Jahr wird es noch größere und breitere direkte Aktionen gegen den fossilen Kapitalismus geben. Fridays for Future bereitet sich gerade voller Wut und Tatendrang darauf vor, Datteln IV zu verhindern. Als Ende Gelände werden wir am Mittwoch auf die Kohleminderungs-Farce reagieren und unsere Pläne für 2020 präsentieren.

Am Mittwochmorgen organisiert Campact mit Fridays for Future und anderen eine Kundgebung vor dem Kanzler*innenamt. Wir treffen uns als Ende Gelände & friends um 8 Uhr auf dem Washingtonplatz vorm Hauptbahnhof und gehen dann gemeinsam zur Kundgebung, auf der auch ein EG-Redebeitrag geplant ist. Die Kundgebung wird voraussichtlich bis ca. 9 Uhr dauern.

Für den sofortigen Kohleausstieg & Klimagerechtigkeit global!

Solidarische Grüße,
Aktive von Ende Gelände Berlin

P.S.: Weiße Anzüge wird es vor Ort geben – wenn ihr noch welche im Schrank habt, nehmt sie bitte auch mit!


Bechern statt Baggern am 19. Februar
22.01.2020

Das Patriarchat ist schädlich für unser Klima!

Männer-Klima: Das kapitalistische System befeuert den Klimawandel und Ungerechtigkeit wächst unaufhörlich. Patriarchale Strukturen und beherrschende Normen von Männlichkeit sind zentrale Säulen dieser Wirtschaftsordnung. Wir stellen uns die Frage, wie das mit dem Klima zusammenhängt und diskutieren kritisch über Machtstrukturen, die sich stetig reproduzieren.

Gemeinsam lernen wir uns bei Soli-Drinks im Café Cralle kennen, bekommen einen Einblick in das Thema und können die ganze Nacht debattieren. Bechern statt Baggern findet immer am 3. Mittwoch im Monat statt mit spannenden Themen und Soli-Drinks.


Bechern statt Baggern am 15. Januar
14.01.2020

Diesen Mittwoch ist es wieder soweit: wir haben unseren Soliabend Bechern statt Baggern im Cafe Cralle!

Von Lausitz bis nach Rojava. Über die Rolle der Frau* in aktuellen politischen Kämpfen.
Der emanzipatorische Kampf der Frauen* gegen Diskriminierung und Patriarchat ist wesentlicher Bestandteil der Utopie in Rojava und verdient besondere Aufmerksamkeit. Inwieweit können wir als Klimagerechtigkeitsbewegung von den Frauen* in Rojava lernen und welche Parallelen lassen sich zu emanzipatorischen Kämpfen bei uns ziehen?

Die Filmvorführung und Diskussion ist nur für FLINT* Personen.
Der anschließende Kneipenabend ist offen für alle.